Wird der HRC-Stahlpreis 2025 weiter steigen?
Der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe zeigt im Februar 2025 eine Stabilisierung der Wirtschaft. Die Stahlpreise dürften daher auf Anstiegskurs bleiben.
Der Produktionsrückgang in der Industrie ist der schwächste seit neun Monaten. Zum zweiten Mal in Folge wächst die Wirtschaft leicht.
Die Rezession in der Industrie lässt nach, der Produktionsindex nähert sich der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Der langsamere Rückgang der Auftragseingänge, auch aus dem Ausland, trägt dazu bei.
Die Stahlpreise für Warmbreitband (Hot-Rolled Coil) weisen einen Gleichlauf (Korrelation) mit dem deutschen PMI auf. Eine wirtschaftliche Erholung stärkt die Stahlnachfrage.
Hier ist eine Prognose (Extrapolation/Hochrechnung der bestehenden Trends) für den Warmband-Spotpreis, basierend auf der Annahme, dass der deutsche PMI im weiteren Jahresverlauf über 50 steigt:
- Kurzfristig (März–Mai 2025)
Der PMI bleibt zunächst unter 50, zeigt aber eine weitergehende Stabilisierung. Die Stahlnachfrage bleibt verhalten, aber spekulative Käufe könnten die Preise leicht anheben. Erwarteter Preisbereich: 610–630 €/t - Mittelfristig (Juni–September 2025)
Mit einem PMI-Anstieg über 50 dürfte die industrielle Produktion wieder wachsen. Das steigert die Stahlnachfrage, insbesondere aus dem Maschinenbau und der Automobilindustrie. Zudem könnten Lagerbestände aufgefüllt werden. Erwarteter Preisbereich: 650–680 €/t - Langfristig (Oktober–Dezember 2025)
Falls der PMI nachhaltig über 50 bleibt und das Wirtschaftswachstum anzieht, könnte sich der HRC-Preis weiter erholen. Potenzielle Engpässe in der Lieferkette oder steigende Energiekosten könnten den Preis zusätzlich stützen. Erwarteter Preisbereich: 680–720 €/t